Vergleich Bildungsgänge
Die Unterschiede in den drei Bildungsgängen
Auf der Kantonsschule Wiedikon gibt es drei Wege, die sich vor allem in Einstiegszeitpunkt, Dauer, Abschluss und Anschlussmöglichkeiten unterscheiden.
Das Langgymnasium
Das Langgymnasium ist der Weg direkt nach der sechsten Primarklasse an die KWI: Die Schülerinnen und Schüler starten früh ins Gymnasium und erwerben in sechs Jahren eine eidgenössisch anerkannte gymnasiale Maturität – mit Zugang zu Universitäten und Hochschulen.
In den ersten beiden Jahren steht eine breite gemeinsame Grundlage im Vordergrund. Später wählen die Jugendlichen Profil und Schwerpunkt, die ihre Interessen vertiefen. An der KWI werden die Profile neue Sprachen, alte Sprachen, musisch sowie Philosophie/Psychologie/Pädagogik angeboten. Im Langgymnasium besteht überdies die Möglichkeit für englisch-immersiven Unterricht.
Das Langgymnasium passt gut für Schüler:inen, die früh und gerne theorie- und lernintensiv arbeiten und Freude an einem breiten Fächerkanon mitbringen.
Das Kurzgymnasium
Das Kurzgymnasium ist der gymnasiale Einstieg aus der der zweiten oder dritten Klasse Sekundarschule und dauert vier Jahre. Es führt – wie das Langgymnasium – zu einer eidgenössisch anerkannten gymnasialen Maturität. Damit ist der prüfungsfreie Zugang zu Universitäten und zur ETH Zürich gewährleistet.
Bei der Anmeldung wählen die Schüler:innen bereits ihr Maturitätsprofil. Im Kurzgymnasium bietet die KWI zwei Profile an: das musische Profil sowie das PPP-Profil (Philosophie/Pädagogik/Psychologie). Sie unterscheiden sich darin, wo der Schwerpunkt in der Ausbildung liegt.
Die Fachmittelschule (FMS)
Die FMS ist eine berufs- und praxisorientierte Mittelschule und eignet sich für Jugendliche, die gerne anwendungsnah lernen und sich für ein Berufsfeld interessieren. An der KWI werden die Profile Kommunikation und Information sowie Pädagogik angeboten.
Der Abschlussweg unterscheidet sich vom Gymnasium. Nach drei Jahren erwerben die Schüler:innen den Fachmittelschulausweis. Nach einem freiwilligen vierten Jahr kommt die Fachmaturität dazu.
Die FMS bereitet besonders auf Fachhochschulen und – je nach Ausrichtung – pädagogische Studienwege vor. Wer später an eine Universität oder die ETH möchte, muss in der Regel zusätzliche Schritte unternehmen und beispielsweise die Passerellenprüfung ablegen.
FAQ
Ein Wechsel vom Gymnasium an die Fachmittelschule ist möglich, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind und ein passender Platz vorhanden ist. Sinnvoll ist ein solcher Wechsel vor allem dann, wenn sich zeigt, dass eine stärker berufsfeldbezogene Ausbildung besser zu den Interessen und Zielen passt. Wichtig ist, den Wechsel frühzeitig mit der Klassenlehrperson, der Schulleitung oder der Berufsberatung zu besprechen, damit Fristen, Aufnahmebedingungen und die passende Einstufung geklärt werden können.
Ein Wechsel von der Fachmittelschule ins Gymnasium ist nicht der übliche Weg, kann aber je nach Zeitpunkt, schulischen Leistungen und freien Plätzen geprüft werden. Da Gymnasium und Fachmittelschule unterschiedliche Ziele und Stundentafeln haben, ist ein direkter Übertritt meist an Bedingungen geknüpft. Wer eine gymnasiale Maturität anstrebt, sollte frühzeitig mit der Schule Kontakt aufnehmen, damit die Möglichkeiten individuell geklärt werden können.
Die KWI begleitet Schüler:innen nicht lediglich fachlich, sondern auch bei der persönlichen Orientierung. Wenn sich zeigt, dass ein Bildungsgang unpassend ist, werden mit den Schüler:innen und Eltern Wege geprüft. Je nach Situation kann das eine Anpassung der Lernstrategie, ein Profilwechsel, ein Wechsel innerhalb der Schule oder ein anderer Ausbildungsweg sein. Entscheidend ist, frühzeitig das Gespräch zu suchen, damit gute Anschlusslösungen gefunden werden.