4b Musik St. Meier

Der »Gregorianische Choral«

- eine Grundlage unserer abendländischen Musik (Melodien)

- eine Grundlage unserer Musiknotation

Der gregorianische Gesang (ca. 3000 Melodien!) ist ein einstimmiger Solo- oder Chorgesang mit rhythmischer und dynamischer Differenzierung und mit formaler Gliederung durch Textphrasierung und Wiederholung von Melodieabschnitten. Metrum und absolute Tonhöhe sind nicht vorgegeben. Die Melodien der Gesänge wurden erst seit dem 9. Jahrhundert mit der Hilfe von sogenannten Neumen festgehalten und vorher nur mŸndlich tradiert. Aus der Zeit vor Einführung der Neumen sind allerdings Textbücher des gregorianischen Repertoires überliefert, gewissermassen Gesangbücher ohne Noten. Die Texte der gregorianischen Gesänge sind fast ausschliesslich der Bibel entnommen, vorwiegend den Psalmen.

Arbeitsweise in den Stunden: Studieren - Hören - Anwenden

1. theoretisch: Grundlagen erarbeiten: z.B. von den Neumen (=Zeichen von Gebärden Ÿber Texten als erste Notationsversuche) bis zur heutigen Notation mit vier Notenlinien.

Entwicklungen des Gregorianischen Chorals in den letzten bald 2000 Jahren.

2. praktisch: Singen- und Leitenlernen von Gregorianischem Choral in der Gruppe (Schola)

Hören von Interpretationen des Gregorianischen Chorals aus diversen Klöstern und Ländern

Suchen / Vergleichen: Grundlegende Einflüsse des Gregorianischen Chorals auf spätere melodische Textauslegungen und auf Werke unserer Musikgeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit.