| Religon | K. Lehnert |
Der Mensch als Schöpfer – darf alles erlaubt sein was machbar ist?
Mit jeder Entdeckung in der Biotechnologie und der Medizin entstehen neue Möglichkeiten – und neue Fragen. Wie etwa bei der Genforschung: Ist sie ein Segen oder ein Fluch für uns? Wird sie unheilbar Kranke irgendwann retten können? Und wenn ja, um welchen Preis? Gerade ist ein neuer Wissenschaftszweig auf dem Vormarsch: die Synthetische Biologie. Ein erklärtes Ziel ist, Kreaturen nie zuvor gesehener Art zu bauen. Rückt damit die Möglichkeit, Kunstwesen wie im Kinofilm „Avatar“ zu kreieren, aus dem Dunstkreis der Vision ins Machbare?
Oder die Organspende: Für die Empfänger ein lebensrettendes Geschenk, aber wie lebt es sich eigentlich mit einem fremden Organ? Wie fühlt sich ein fremdes Herz in der Brust an? Und: Wird der Mensch irgendwann zum Ersatzteillager? Oder lassen wir die Organe besser aus embryonalen Stammzellen auf Bestellung wachsen?
Schon diese beiden Themen werfen viele Fragen auf, die unser Leben betreffen. Bei allem geht es auch immer um die Frage: Wie soll ich mich entscheiden? Darauf gibt es keine einfachen Antworten. Anregungen und Denkanstösse dazu lassen sich in den verschiedenen Ethiken finden.
In diesem Kurs werden wir uns mit den Fakten des Machbaren auseinandersetzen, diskutieren, fragen, suchen und individuelle Antworten zu folgende Themen finden:
Was ist Ethik – speziell Bioethik?
- Welche Menschenbilder prägen unsere Gesellschaft?
- Ist die Gentechnologie und das Klonen eher Traum oder Albtraum?
- Welche Rolle spielt die Wirtschaft und das Geld in der Biomedizin?
- Chancen und Grenzen der vorgeburtlichen Diagnostik
- Eugenetik – Entscheidung über gute und schlechte Gene
- Sterbehilfe – Tabu oder Ausweg?
- Organtransplantationen
- Rolle der Medien – Meinungsmache oder Meinungsbildung?

Unterricht