Biologie M. Müller

Mein Ergänzungsfach Biologie ist modulartig konzipiert: aus den 6 untenstehenden Vorschlägen können Sie zu Beginn des Kurses eine Auswahl (etwa drei Module) treffen. Lediglich das Modul Ethologie ist von mir gesetzt. An Methoden erwartet Sie eine vielfältige Mischung von praktischen Experimenten, Freilanduntersuchungen, Exkursionen, selbständigen Arbeiten und "herkömmlichem" Unterricht. Falls Sie ein Studium der Naturwissenschaften in Betracht ziehen, empfehle ich Ihnen sehr, ein naturwissenschaftliches EF zu belegen.

• Gesetzt: Das Verhalten der Tiere (Ethologie)

Während mehrerer Exkursionen in den Zoo Zürich untersuchen Sie das Verhalten einer ausgewählten Tierart. Mit diesem Modul beginnen wir den Kurs. Es geht mir hier vor allem auch darum, dass Sie die wissenschaftliche Arbeitstechnik praktisch erlernen können. Hier erhalten Sie, im Hinblick auf Ihre Maturitätsarbeit, auch ganz konkrete Anleitungen zur schriftlichen Umsetzung einer naturwissenschaftlichen Studie.

Das Leben im Meer - das Leben im Wassertropfen. Fische und Überfischung: heisst es bald "Das Leer"? Und: wir steigen in den Fluss und kehren Steine um zur Bio­indikation an Fliessgewässern, der biologischen Beurteilung der Gewässergüte.

Trinkwasser und Abwasser, Wasserverschmutzung und Wasserreinigung. Klär­anlagen: chemische und biologische Gewässerreinigung. Und: wir fahren auf den See zwecks ökologischer Untersuchungen gesammelter Wasserproben.

2010 ist das Internationale Jahr der Biodiversität: genetische Vielfalt, Artenvielfalt und Vielfalt der Lebensräume. Wie steht es darum in der Schweiz und weltweit? Welche Bedeutung hat die Biodiversität und was könnte unser Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt sein?

Wie fein ist Ihr Tastempfinden? Wo ist Ihre Riechschwelle? Gehören Sie zu den Superschmeckern? Manche Menschen können Farben riechen, das Gehirn zeigt uns Bilder, die das Auge gar nicht gesehen hat, und Marilyn Monroe beantwortete die Frage, was sie denn im Bett trage, mit "einige Tropfen Chanel No. 5". In vielen Ex­perimenten erforschen wir die Geheimnisse unserer Sinne und besprechen neue Forschungs­resultate.

RedBull, Starbucks, Nespresso - dahinter steht die Erfolgsgeschichte der psycho­aktiven Konsumdroge Nummer 1:

Was ist Coffein, wie wirkt dieser Stoff in Ihrem Gehirn, wie können wir Coffein aus Getränken extrahieren und nachweisen?

Ohne Mikroorganismen liefe auf diesem Planeten gar nichts, und doch sind sie nicht gerade auffällig. Wir machen uns also auf die Suche: Bakterien und Pilze in der Kulturschale, Antibiotika im Spital, steriles Arbeiten mit Mikroorganismen im Labor, Hygiene. Biotechnologie in der Küche: alles Joghurt, Quark und Käse?

Auf dem Gebiet der Molekularbiologie der Gene schreitet die Forschung mit grossen Schritten voran - wir hängen uns an die Fersen! Hier lernen Sie vor allem ganz praktisch mit DNA zu arbeiten. Verschiedene gentechnische Methoden, die heute in allen naturwissenschaftlichen Labors alltäglich sind, können Sie selber 1:1 durchführen. Dazu gehört z.B. Transformation von Bakterien, Restriktionsanalysen, DNA-Gelelektrophorese, ev. auch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und DNA-Fingerprinting. Sie meinen 1ml Flüssigkeit sei ganz wenig? In diesem Modul lernen Sie nebenbei mit 1000-fach kleineren Mengen umzugehen.