Religion U. Zehnder

Religion – Weltmacht oder Weltflucht?


Die politische Bedeutung von Religion und Glauben hat weltweit massiv zugenommen, gegen alle ursprünglichen Prognosen. Wie ist dieser Trend zu verstehen? In der Wortwahl des Titels: „Weltmacht” und „Weltflucht”, kommen zwei Extrempositionen zum Ausdruck: Religion als Vehikel, um Machtanspruch in Gesellschaft und Politik geltend zu machen, und anderseits: Religion als Fluchtinsel, um vor Bedrohungen der modernen Welt und ihren gesellschaftlichen Phänomenen Schutz zu suchen.

Im Ergänzungsfach suchen wir nach Erklärungen für diese Entwicklung und wir gehen der Frage nach, wo die genuin religiösen Begründungen liegen und wo allenfalls machtpolitische oder mediale Interessen im Vordergrund stehen. Thematische Stichworte:

  • „Wiedergeborene Christen” und die „Neue religiöse Rechte” in der amerikanischen Politik
  • Terroristen töten im Namen des Islam
  • Schöpfungsglaube versus Evolutionstheorie in den Schulbüchern
  • Immer mehr Kirchenaustritte und Zulauf in nichtkirchliche Religiosität
  • Gotteswahn und Atheismuswahn in der Bücher-Bestsellerliste
  • Religiöser Fundamentalismus als Widerstand gegen die Moderne
  • Bürgerkriege unter verschiedenen Religionsgruppen (z.B. Irak, Kashmir)
  • Rechtskatholiken und Evangelikale gemeinsam gegen die Homosexualität
  • Verbreitung des charismatischen, evangelikalen Protestantismus in Lateinamerika
  • Politische Debatte um ein Minarettverbot in der Schweiz