Musik St. Meier


E.T.A. Hoffmann (1776 - 1822), ein Universalgenie der Romantik

Dichter - Komponist - Musikkritiker - Zeichner und Karikaturist

Ziel des Kurses: Hoffmanns Dichtung und Musik und diverse Querverbindungen schätzen lernen.

Arbeitsweise: Hören - Lesen - Kreatives Arbeiten der Kursbesucher

Der Dichter und Komponist Ernst Theodor Wilhelm (???Amadeus) Hoffmann wird in Königsberg geboren und begibt sich nach abgeschlossenem Jurastudium in den Preussischen Staatsdienst nach Posen, bevor er aufgrund allzu kritischer (poetischer) Auseinandersetzungen mit der kleinstädtischen Provinzwelt nach Plock strafversetzt wird. Ab 1808 wirkt Hoffmann als Theaterkapellmeister in Bamberg und wird wenige Jahre später zum Orchesterdirigenten der Theatergruppe in Dresden und Leipzig gewählt.

Sein Kompositionsstil ist als Mischung zwischen Klassik und Frühromantik zu bezeichnen, was sich in seinem Oeuvre nachvollziehen lässt, zu dem Singspiele (u.a. Die lustigen Musikanten, 1805), Opern (u.a. Undine, 1816) , Klaviersonaten, Kammermusik und eine Sinfonie gehören.

Hoffmann kommt insbesondere als Dichter und im Rahmen seines Wirkens als Verfasser analytischer Ausarbeitungen über Musik grosse Wichtigkeit zu (Musikkritiker).

Zwar hat E.T.A. Hoffmann als Komponist - von seiner Oper "Undine" abgesehen, die heute als die erste eigentliche romantische Oper in Deutschland gilt - nicht wirklich Musikgeschichte geschrieben. Dennoch bot sein Werk vielfältige Anregungen für musikalische Auseinandersetzungen und Adaptionen - von Robert Schumann, Jacques Offenbach, Peter Tschaikowsky, Léo Delibes, Ferruccio Busoni bis Paul Hindemith.

Hoffmanns literarisches Werk bildet in dem Jahrhundert zwischen Goethe und Thomas Mann einen der bedeutendsten deutschen Beiträge zur Weltliteratur.

"... Nur der Dichter versteht den Dichter; nur ein romantisches Gemüt kann eingehen in das Romantische; nur der poetisch exaltierte Geist, der mitten im Tempel die Weihe empfing, das verstehen was der Geweihte in der Begeisterung ausspricht ..." E.T.A. Hoffmann

Zusammenfassend kann man über Hoffmann sagen, dass sich der Universalkünstler Hoffmann nicht nur darin zeigt, dass er in mehreren Kunstgattungen Bedeutendes schuf, sondern auch darin, dass er die verschiedensten Ausdrucksweisen und -formen virtuos beherrschte.

Der "Gregorianische Choral"

- eine Grundlage unserer abendländischen Musik (Melodien)

- eine Grundlage unserer Musiknotation

Der gregorianische Gesang (ca. 3000 Melodien!) ist ein einstimmiger Solo- oder Chorgesang mit rhythmischer und dynamischer Differenzierung und mit formaler Gliederung durch Textphrasierung und Wiederholung von Melodieabschnitten. Metrum und absolute Tonhöhe sind nicht vorgegeben. Die Melodien der Gesänge wurden erst seit dem 9. Jahrhundert mit der Hilfe von sogenannten Neumen festgehalten und vorher nur mündlich tradiert. Aus der Zeit vor Einführung der Neumen sind allerdings Textbücher des gregorianischen Repertoires überliefert, gewissermassen Gesangbücher ohne Noten. Die Texte der gregorianischen Gesänge sind fast ausschliesslich der Bibel entnommen, vorwiegend den Psalmen.

Arbeitsweise in den Stunden: Studieren - Hören - Anwenden

1. theoretisch: Grundlagen erarbeiten: z. B. von den Neumen (= Zeichen von Gebärden über Texten als erste Notationsversuche) bis zur heutigen Notation mit vier Notenlinien.

Entwicklungen des Gregorianischen Chorals in den letzten bald 2000 Jahren.

2. praktisch: Singen- und Leitenlernen von Gregorianischem Choral in der Gruppe (Schola)

Hören von Interpretationen des Gregorianischen Chorals aus diversen Klöstern und Ländern

Suchen / Vergleichen: Grundlegende Einflüsse des Gregorianischen Chorals auf spätere melodische Textauslegungen und auf Werke unserer Musikgeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit.