| Philosophie | U. Zehnder |
|
Die Kunst, glücklich zu sein Kann Glücklichsein gelernt werden? Jedenfalls ist für die Menschen in verschiedenen Kulturen, durch Geschichte und Tradition Glücklichsein ein Lebensziel, das hinter allen kurzfristig erreichbaren Etappen angestrebt wird: ein gelingendes, ein glückliches, ein schönes Leben. In der Geschichte der Philosophie gibt es viele Versuche, dem Glück auf die Spur zu kommen. Und in weitem Sinne geht es in dieser Frage auch immer um die Spannung zwischen Verstand und Gefühlen. Die Gefühle philosophisch als irrational Unfassbares zu belächeln ist ebenso unsinnig, wie die Absicht, Vernunft und Vernünftigkeit nur gegen Gefühle stark machen zu wollen. Im Ergänzungsfach Philosophie schauen wir genauer hin: Auf die Vielfalt der Gefühle: auf Unterschiede zwischen Leidenschaften, Emotionen, Stimmungen, Empfindungen, sinnlichen Wahrnehmungen, Wünschen, erkennbaren Gefühlen u.s.w. (vgl. Heiner Hastedt, Gefühle. Philosophische Bemerkungen, Stuttgart 2005). Wir fragen nach der "Biologie" der Gefühle, danach, ob Gefühle "Recht haben", bis hin zur Frage nach vernünftigen Gefühlen. Und wir fragen nach der Lebenskunst. Der Kunst, gut zu leben, glücklich zu sein; nach unterschiedlichen Lebensentwürfen, denen bestimmte Glücksvorstellungen zugrunde liegen. In einem Gang durch die Philosophiegeschichte lassen wir Philosophen zu Wort kommen, die uns diese Lebensformen verdeutlichen (vgl. Annamarie Piper, Glückssache. Die Kunst, gut zu leben. Hamburg 2001). In der Auseinandersetzung mit diesen Positionen versuchen wir, unsere eigenen Vorstellungen, Lebensentwürfe zu überdenken.
|

Unterricht