Aussagen Schülerfragebogen

Total 151 Fragebogen, davon 144 mit Kommentar
Oft: 15 oder mehr Nennungen
Mehrmals: 8 oder mehr Nennungen

Oft
In mehr als 10% der Fragebogen genannt:
(Nach Häufigkeit geordnet)


Die Eigenverantwortung wird gefördert.
Die Absenzen werden nicht korrekt registriert (Lehrkräfte und Sekretariat).
Das Schwänzen wird gefördert und praktisch legalisiert.
Stärke: Man muss Absenzen nicht mehr begründen.
Schülerinnen und Schüler, die oft krank sind, werden durch das System benachteiligt.
Man braucht keine unwahren Begründungen für Absenzen mehr zu liefern.
Die Lehrkräfte haben oft einen schlechten Eindruck von Schülerinnen und Schülern, die fehlen (egal ob begründet oder nicht.).
Viele Lehrkräfte fragen nach dem Grund der Absenz, obwohl sie nicht das Recht dazu haben.
Man kommt trotz Krankheit in die Schule, aus Angst vor Kontingentsüberschreitung; so steckt man andere an.
Das Kontingent ist zu klein.
Stärke: Man kann selbst Prioritäten setzten.
Keine Eigenverantwortung für volljährige Schülerinnen und Schüler.

Mehrmals
In mehr als 5% der Fragebogen genannt:

Das neue System hat keine Stärken.
Stärke: Mehr Freiheit.
Stärke: Man muss nicht mehr die Unterschriften der Lehrkräfte einholen.
Wenn man wegen Krankheit oder einem anderen berechtigten Grund gefehlt hat, wird einem oft unterstellt, dass man geschwänzt hat.
Systematisches Schwänzen von bestimmten Stunden nimmt zu.
Schwäche: Buchhaltung des Sekretariats.
Die Lehrkräfte kontrollieren/registrieren die Absenzen unterschiedlich genau.
Man wird zu selten über den Stand der Absenzen informiert.
Weil die Instrumentalstunden, Freifächer und das Turnen nicht laufend berücksichtigt werden, stimmt der Stand der Absenzen nicht.
Die Massnahmen bei Kontingentsüberschreitungen sind (eher) zu streng.
Undurchsichtige (unklare) Konsequenzen bei Kontinentsüberschreitungen.
Das System ist kompliziert/aufwändig/teuer (Arztzeugnis, Papierkram).
Das Verhältnis von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern hat sich verschlechtert.
Bei Verspätung besteht die Gefahr, dass man unterschiedlich, also ungerecht behandelt wird.

Prägnant

Es lohnt sich nicht, nur einen Tag (= 8 Absenzen) krank zu sein, wenn man sich eine Woche krank melden kann und das als 10 Absenzen gezählt wird.
Die Lehrerinnen und Lehrer sollten sich mehr an das System halten, auch diejenigen, die gegen das System sind.
Die Lehrerinnen und Lehrer sollten über den Grund der Absenz informiert werden, sonst leidet das Unterrichtsklima.
Schülerinnen und Schüler mit mehr Zusatzstunden/Freifächern sollten ein grösseres Kontingent bekommen.
Informationstage an der Uni/ETH sollten dem Kontingent nicht belastet werden, auch Besuche bei der Berufsberatung nicht.
Nicht benutzte Absenzen sollte man im nächsten Semester zur Aufstockung des Kontingentes benutzen können.
Für Verspätungen sollten einheitliche Regelungen gefunden werden.
„Kontingent“ ist das falsche Wort, es sollte von „Maximum der Absenzen“ gesprochen werden.
Schülerinnen und Schüler sollten ihren Absenzenstand laufend überprüfen können, z.B. im Internet. Dann könnte man den Fehlern sofort nachgehen und nicht erst bei Semesterende.
Das alte Absenzenwesen sollte wieder eingeführt werden.
Das neue Absenzenwesen ist ein guter und sinnvoller Ersatz für das alte.
Lehrkräfte ziehen die Illusion der Wahrheit vor, d.h. sie wollen lieber eine unwahre Begründung für eine Absenz zu hören bekommen als gar keine (was sie verunsichert).
Es ist schwierig ein System zu finden, das für alle gerecht ist. Wird vermutlich ohne den Beitrag der Schülerinnen und Schüler nie funktionieren.
Das System verleitet mich zum Schwänzen. Ich habe mehr Mühe zu lügen, als das Kontingent zu überziehen, bei dem ich sowieso nie weiss, was mir angerechnet wird.
Das Schwänzen kann nicht mit einem strengen Absenzenwesen eingedämmt werden. Wirksam wäre es, wenn der Unterricht anspruchsvoller gestaltet wäre; dann könnte man sich das Fehlen nicht leisten.
Das neue Absenzenwesen sendet widersprüchliche Signale aus; einerseits soll man selber Prioritäten setzen dürfen, anderseits ist Schwänzen verboten.